헝가리: 빅토르 오르반, 쿠데타 소문 조장

Ungarn: Viktor Orbán schürt Umsturzgerüchte

Der Spiegel DER SPIEGEL DE 2026-04-10 21:52 Translated
가능한 선거 패배를 며칠 앞두고 헝가리 총리 빅토르 오르반은 페테르 마자르를 중심으로 한 야당을 다시 한 번 증거 없이 비난하고 있다. 도전자는 침착함을 당부하고 있다.
의회선거를 앞두고 무분별한 의혹을 제기하고 있다: 헝가리 총리 빅토르 오르반은 야당 지도자 페테르 마자르를 중심으로 한 야당이 선거 패배 시 소요사태를 일으킬 것이라고 주장했다. 그는 페이스북 페이지의 동영상 메시지에서 "우리의 대적들은 아무것도 주저하지 않는다"고 주장했다.

오르반은 압박을 받고 있다: 여론조사에서 그의 정당은 도전자 마자르의 정당보다 훨씬 뒤떨어져 있다. 독재적 통치자인 이 총리는 16년간의 권력 기간 동안 러시아의 지도자 블라디미르 푸틴과의 밀접한 관계로 반복적으로 비판을 받아왔다. 2004년부터 속해 있는 유럽연합에서 그는 러시아의 공격을 받은 우크라이나를 위한 지원금을 거부권으로 차단했다. 그의 정부는 브뤼셀 정상회담의 실시간 정보를 모스크바에 제공했다는 의혹을 받고 있다.

선거 운동에서 헝가리 총리는 강경한 입장을 취했다: 그는 자신의 도전자가 우크라이나 같은 외국 세력에 의해 조종되고 있다고 정기적으로 비난한다. 마자르는 비밀정보기관이 자신을 대상으로 조치를 취했다며 수사를 요구하기도 했다.

오르반은 그의 현재 동영상에서 다음과 같이 말한다: "그들은 외국 정보기관과 협력하고 있다. (...) 이미 지금, 그들의 표가 집계되기도 전에 그들은 시위와 소요사태를 조직하고 있다." 그리고 "이것은 혼란, 압박, 국제적 명예훼손으로 헝가리 국민의 결정을 의심하게 하려는 조직화된 시도다."라고 주장했다. 오르반은 자신의 주장에 대한 증거를 제시하지 않는다. 헝가리 안보 전문가이자 전직 정보기관 장교인 페테르 부다는 서브스택 포스팅에서 그러한 소문이 한동안 러시아 소셜미디어 채널에서 퍼지고 있다고 지적한다.

마자르는 오르반의 메시지에 즉시 반응했다. 그는 페이스북 동영상에서 헝가리인들에게 도발에 응하지 말고 평화로움을 유지할 것을 촉구했다. 오르반은 일요일에 수백만 명의 헝가리인들에 의해 낙선될 것이며, 이들은 이전 선거에서 그를 권력에 올렸지만 그가 "버리고 배신"했다고 마자르는 말했다. "퇴임 총리에게 헝가리 국민의 판결을 적절한 냉철함과 품위로 받아들일 것을 요청한다."

트럼프의 특사도 오르반을 구할 수 없을 것 같다: 선거를 며칠 앞두고 미국 부통령 JD 밴스가 헝가리 총리 오르반을 지지한다. 그는 MAGA 강경파들 사이에서 좋은 평판을 누리고 있다. 자국민들 사이에서는 이제 덜하다. 밴스의 헝가리 방문과 선거 직전 국내 상황에 대해 더 알아보려면 여기를 읽어보세요.

Wenige Tage vor seiner möglichen Wahlniederlage überzieht Ungarns Regierungschef Viktor Orbán die Opposition um Péter Magyar erneut mit Vorwürfen, ohne Beweise vorzulegen. Der Herausforderer mahnt zur Ruhe.

Wilde Unterstellungen kurz vor der Parlamentswahl: Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat der Opposition um Péter Magyar vorgeworfen, im Falle einer Niederlage für Unruhen zu sorgen. »Unsere Gegner schrecken vor nichts zurück«, behauptet er in einer Videobotschaft auf seiner Facebook-Seite .

Orbán steht unter Druck: In Umfragen liegt seine Partei deutlich hinter der seines Herausforderers Magyar. Der autokratische Regierungschef ist während 16 Jahren an der Macht immer wieder mit seiner Nähe zu Russlands Machthaber Wladimir Putin aufgefallen. In der Europäischen Union, der Ungarn seit 2004 angehört, hat er mit seinem Veto Hilfen für die von Russland angegriffene Ukraine blockiert. Seine Regierung steht im Verdacht, Moskau mit Live-Updates von Brüsseler Gipfeln versorgt zu haben .

Im Wahlkampf setzte der ungarische Ministerpräsident auf einen rabiaten Kurs: Er bezichtigt seinen Herausforderer regelmäßig, von fremden Mächten, etwa der Ukraine, gesteuert zu werden. Magyar forderte gar Ermittlungen, weil der Geheimdienst gegen ihn vorgegangen sein soll.

In seinem aktuellen Video sagt Orbán: »Sie kooperieren mit ausländischen Geheimdiensten. (...) Schon jetzt, bevor ihre Stimmen überhaupt ausgezählt worden wären, organisieren sie Proteste und Unruhen.« Und: »Das ist ein organisierter Versuch, um mit Chaos, Druckausübung und internationaler Diffamierung die Entscheidung der ungarischen Menschen in Zweifel zu ziehen.« Beweise für seine Behauptungen zeigt Orbán nicht. Der ungarische Sicherheitsexperte und ehemalige Geheimdienstoffizier Peter Buda weist zudem in einem Substack-Posting  darauf hin, dass solche Gerüchte seit einiger Zeit von russischen Social-Media-Kanälen verbreitet werden.

Magyar reagierte umgehend auf Orbáns Botschaft. In seinem Facebook-Video  forderte er die Ungarn auf, sich auf keine Provokationen einzulassen und ihre Friedfertigkeit zu bewahren. Orbán werde am Sonntag von Millionen Ungarn abgewählt, die ihm bei bisherigen Wahlen zur Regierungsmacht verhalfen und die er »im Stich gelassen und verraten« habe, sagte Magyar. »Wir ersuchen den scheidenden Ministerpräsidenten, das Urteil des ungarischen Volks mit gebotener Nüchternheit und Würde zu akzeptieren.«

Nicht einmal Trumps Gesandter kann Orbán wohl noch retten: Nur Tage vor der Wahl springt US-Vizepräsident JD Vance Ungarns Premier Orbán bei. Der genießt bei MAGA-Hardlinern einen guten Ruf. Bei seinen eigenen Landsleuten mittlerweile weniger. Mehr über den Vance-Besuch in Ungarn und die Lage im Land kurz vor der Wahl lesen Sie hier .